Die Frage nach der Identität. Überlegungen zu einer hermeneutischen Anthropologie

Salvatore Giammusso

Resumo


Im folgenden Beitrag möchte ich einige Überlegungen zu einer hermeneutischen Vorgehensweise in der Anthropologie anstellen, die das Paradigma der “klassischen” philosophischen Anthropologie in der Perspektive der Postmoderne überdenken. Ich plädiere für ein anthropologisches Projekt, das die Tradition der Lebensphilosophie fortsetzt, insbesondere den Anspruch von Otto Friedrich Bollnow auf eine bildlose Anthropologie. Ich versuche, plausibel zu machen, dass die Anthropologie nicht die Natur des Menschen und seine Stellung im Kosmos untersuchen, sondern Identitäten im praktischen Sinn beschreiben sollte. Einen hermeneutische Anthropologie hat dann eine doppelte Aufgabe: Sie arbeitet an den Bildlichkeiten, die Identitäten bilden, sowohl auf der sozialen als auch auf der persönlichen Ebene; zur gleichen Zeit spielt sie eine praktische Rolle, indem sie an Verantwortung für die Lebensgestaltung appelliert. Die mythologische Gestalt des Hermes, der Seelenführer und Beschützer der Übergänge, passt dann perfekt zu dieser Doppelrolle einer hermeneutischen Anthropologie, die nicht nur Theorie macht, sondern auch Bewusstsein und neue Möglichkeiten des menschlichen Fortschritts schafft.


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